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am 31. Mai

Grünraum im Stadtgebiet

Grüne Baden RED - Starke Partnerschaft für ein gesundes Mikroklima

Urbane Räume bekommen die Auswirkungen der Klimakrise besonders zu spüren. Die immer heißer werdenden Sommer machen hohe Temperaturen inmitten von Beton und Asphalt besonders unerträglich, Straßenbäume und -sträucher leiden darunter, dass Niederschläge in den Sommermonaten immer seltener werden und versiegelte Bodenflächen verhindern, dass das Straßengrün Regenwasser aufnehmen kann.
Um eine effiziente Strategie gegen die Auswirkungen der Klimakrise im innerstädtischen Bereich zu etablieren, müssen viele Hebel auf einmal in Bewegung gesetzt werden. Vizebürgermeisterin Helga Krismer betont: „Die Klimakrise ist nicht etwa gerade erst angekommen – wir befinden uns mitten drin! Es ist naiv zu glauben, man stellt einfach ein paar Blumenkisterl in der Stadt auf und damit ist es getan.
In Baden haben wir schon vor langer Zeit erkannt, dass wir in vielen Bereichen ansetzen müssen, um die Stadt auch unter den veränderten klimatischen Bedingungen lebenswert zu erhalten. Bei der Umsetzung unserer zahlreichen Projekte können wir auf die Expertise des Klima- und Energiereferates, der Badener Stadtgärten, aber auch der Bauabteilung vertrauen, zusätzlich wird uns künftig die Plattform ‚GrünStattGrau' als neuer starker Partner zur Seite stehen – danke allen, die so engagiert mithelfen, unsere Stadt in eine klimafitte Zukunft zu führen!“
Ein Auszug aus dem laufenden Maßnahmen-Paket der Stadt:

  • Konsequentes Nachpflanzen ausgefallener Bäume. Von 2020 bis 2025 ist die Neupflanzung von insgesamt 1.000 neuen Bäumen vorgesehen.
  • Vergrößerung der Wurzel- und Standräume für Straßenbäume und Bäume auf Plätzen.
    Beispiele: Ferdinand Pichler Gasse, Biondekgasse, Weilburgstraße, Helenenstraße, Flamminggasse, Mühlgasse, Radetzkystraße
  • Dachbegrünungen auf betrieblichen Gebäuden: Garagen, Lagerräume, Werkstätten etc.
    Beispiele: Extensive Dachbegrünungen am Betriebsgelände der Badener Stadtgärten wie etwa im Zuge des Neubaus der Gärtnergarage im Jahr 2014 oder des Umbaus der Garagen von Bitumendach auf extensives Gründach im Jahr 2017. Die Stadt Baden hat z. B. eine Dachbegrünung beim Wohnbau Spitalsgärten mittels Raumordnungsvertrag sichergestellt.
  • Umstellung auf eine naturnahe, extensive Staudenpflanzung sowie Ansaaten im Straßenbegleitgrün und Gestaltung von naturhaften Staudenbeeten im Stadtgebiet.
    Beispiele für extensive Staudenpflanzung: z. B. Waltersdorfer Straße, Radetzkystraße, Conrad v. Hötzendorf-Platz, Rathausgasse, Pfarrgasse, Brusattiplatz …
    Beispiele für Ansaaten im Straßenbegleitgrün: Haidhofstraße, Malchergasse …
  • Entsiegelung von Wegeflächen in Parkanlagen - wassergebundene Wegedecken sollen Asphalt ersetzen und versickerungsfähige Oberflächen schaffen.
  • Die Stadtgemeinde Baden ist seit 2016 glyphosatfrei und seit 2018 „Natur im Garten-Gemeinde“, womit der Schutz von wertvollen Grünraumelementen und ökologische Grünraumpflege sichergestellt sind.
  • Anpassung der Oberflächenentwässerung: Versickerung statt Einleitung in Regenwasserkanal.
    Beispiel: 2021 ist der 1. Teil zur Umsetzung einer verbesserten Kurpark-Entwässerung vorgesehen.
  • Extensivierung der Pflege von Rasen- und Wiesenflächen in städtischen Park- und Grünanlagen durch Verringerung der Mähfrequenz.
  • Ein umfassendes Waldpflegekonzept: Sensible Waldpflegemaßnahmen sorgen für eine nachhaltige, dem Klimawandel angepasste Bewirtschaftung und einen gesunden Baumbestand des Stadtwaldes.
  • Baden war 2020 eine der ersten Städte, wo die Begrünung von Häusern - sowohl am Dach als auch an den Fassaden – gefördert wird. Gefördert werden Privatpersonen, Unternehmen und Organisationen, die eine Fassaden- bzw. Dachbegrünung in Baden durchführen und ihren Hauptwohnsitz in Baden haben. Der maximale Förderbetrag beträgt 6.400 Euro.
  • Baden hat außerdem eine Bausperre gemäß § 35 NÖ ROG 2014 erlassen. Diese ist seit 16.12.2020 in Kraft und legt fest, dass Flachdächer nur noch mit zumindest extensiver Dachbegrünung oder einer Ausstattung mit Photovoltaik-Anlagen zulässig sind.
  • Weiters ist künftig bei jedem Einreichprojekt die Versickerung von Niederschlagswässern auf Eigengrund sicherzustellen.

​​​​​​Städtekooperation mit „GrünStattGrau“

  • GRÜNSTATTGRAU, Forschungs- und Innovations GmbH, ist die Dach-organisation für Forschungseinrichtungen und Objektbegrüner in Österreich.
  • GRÜNSTATTGRAU ist die Kompetenzstelle für Bauwerksbegrünung in Österreich.
  • GRÜNSTATTGRAU ist ein vom Bundesministerium für Klimaschutz gefördertes Innovationslabor mit dem Themenschwerpunkt „Innovationen für die grüne Stadt“.
  • Als unabhängige Kompetenzstelle für Bauwerksbegrünung unterstützt GRÜNSTATTGRAU Städte auf Basis einer Kooperationsvereinbarung mit maßgeschneiderten Services, Infrastrukturen, Qualifizierungs- und Kommunikationsmaßnahmen.
  • Die Städtepartnerschaft mit GRÜNSTATTGRAU ist kostenlos.
  • Durch die Städtepartnerschaft vereinbaren GRÜNSTATTGRAU und die Stadtgemeinde Baden die Bündelung verfügbarer Kompetenzen, mit dem Ziel, die Umsetzung von Bauwerksbegrünungen im Stadtgebiet voranzutreiben.
  • Es wird ein umfassendes Aktionsprogramm erarbeitet, um gezielte Impulse für eine nachhaltige und klimaresiliente Entwicklung der Stadt Baden zu setzen.

Helga Krismer abschließend: „Die e-5-Stadt und Klimamodellregion Baden gilt seit vielen Jahren als Vorreiter. Darauf sind wir stolz! Und wir sind auch für die bevorstehenden Herausforderungen gerüstet. Man könnte auch sagen: Der ‚Streber Baden‘ hat seine Hausaufgaben einmal mehr schon gemacht, bevor sie uns überhaupt noch aufgegeben wurden…“