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am 17. Juli

Beachvolleyball

Helga Krismer - Miteinander trotz Baggern und Blocken

Die Interessen sind bei jedem Event ähnlich: AnrainerInnen wollen zu Recht so wenig Belastung wie möglich. Die Event austragende Organisation möchte so viel Action mit einhergehenden Emissionen wie möglich. Der Konflikt ist Programm. Daher gibt es ausreichend Gesetze und Regelwerke. Gesetze werden aktiviert, wenn es Kläger gibt. Daher ist die Toleranz der entscheidende Faktor. Worum geht es beim Beachvolleyball-Turnier? Um Dauerlärmpegel? Um eine unerträgliche Situation über Tage, Wochen, Monate? Es handelt sich um einen Event in einem sehr beschränkten Zeitraum. Ein Wochenende stand bisher im Zeichen von Blocken und Baggern. Dieses Jahr waren es zwei.

In den sozialen Netzwerken und in den Regionalmedien gehen die Gemüter hoch. Bevor die nächste Hitzewelle kommt, erlaube ich mir als Vize-Bürgermeisterin Stellung zu beziehen und meine Erwartung zu formulieren.

Die Stadt kann stolz darauf sein, dass ein Eventorganisator aus der Stadt diesen fairen, emissionsfreien Sport nach Baden geholt hat. Mit diesem Wettbewerb ist Baden sportlich international, die Hotels und andere Veranstalter profitieren von den SpielerInnen. Somit profitieren alle BadenerInnen durch Abgaben rund um den Event in der gemeinsamen Stadtkasse. Das Strandbad Baden bietet sich als beeindruckende historische Kulisse geradezu an, diesen Event auszutragen.

Gäste des Strandbades, insbesondere die Jugend, sind begeistert von der Stimmung im Bad und sind ein begeistertes Publikum. Ich werde als Abgeordnete im ganzen Land auf den einzigartigen Event angesprochen.

Ich habe Verständnis für die Veranstalter, wenn sie vom Nörgeln einiger die Nase voll haben. Und dennoch erwarte ich mir auch von den Veranstaltern, dass sie mit Akustik-ExpertInnen die Lautsprecher so installieren, dass einerseits am Platz maximale Stimmung und optimale Lautstärke möglich sind während andererseits möglichst wenig Lärm außerhalb des Platzes emittiert. Da wir in einem Rechtsstaat leben, werden die AnrainerInnen wie ich höre, um ihr Recht kämpfen.

Als Vize-Bürgermeisterin stehe ich zu dieser tollen Veranstaltung und bedanke mich bei allen, die das ermöglicht haben. Ich vertraue dem Organisator Vision05, dass sie nächstes Jahr die Akustik noch besser für AnrainerInnen ausrichten und freue mich schon auf 2018, wenn es wieder heißt: Mein Block, mein Block…